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1382  ging das Patronatsrecht an die Vögte von Fronhausen und ab 1579 an die Schenken zu Schweinsberg.

 

Zum Kirchspiel gehörten viele Jahrhunderte die Dörfer Roth, Wenkbach und Argenstein (Schenkisch Eigen). Die Fronhäuser Kirche war somit die Mutterkirche für die drei Orte. 1577 wurde für das  Schenkisch Eigen eine eigene Pfarrei in Roth geschaffen, doch 1613 wurde Roth wieder nach Fronhausen eingemeindet. Erst 1957 erfolgte die endgültige Trennung.

 

Die Erbauungszeit der Kirche ist unbekannt. Lediglich die unteren Mauerabschnitte der Längswände und Mauerreste innen und außen an der Westseite deuten auf einen massiven Vorgängerbau hin, der aus der Zeit vor 1150 stammen muss, und um den die beiden Kontrahenten stritten. Die Mauern oberhalb dieser älteren Schichten sind aus unterschiedlich kleineren Steinen aufgesetzt und deuten auf eine Erbauungszeit um 1200.

 

In den folgenden Jahrhunderten wurden bauliche Maßnahmen getätigt, die im Mauerwerk Spuren hinterlassen haben. Um 1500 wurden an der Südseite drei hochgelegene kleinere Fenster durch zwei große spätgotische ersetzt.  Am Schiff und Turm sind im Süden die Spuren von zwei zugemauerten  romanischen Türen sichtbar, die  durch einen spitzbogigen  Eingang ersetzt wurden. Auf der Nordseite führte eine Tür zur ehemaligen Sakristei, die ebenfalls zugemauert wurde. Der Haupteingang liegt im Westen. Bis 1780 soll über der Tür noch die Jahreszahl 1456 gestanden haben.

 

Der Turm ist nach Osten gerichtet und dem 14. Jahrhundert zuzuordnen, zeitgleich ist wohl der Chor entstanden, dessen ursprüngliche Erbauungszeit nur schwerlich wegen mehrfachen Umbauten zu bestimmen ist.

 

Foto: Hannelore Fischer