Andacht 9. So. n. Trinitatis, 01.08.2021 von Diakonin/Prädikantin Sabine Klatt

Heute denken wir über die Frage nach: Was gibt mir wirklich Halt im Leben. So lasst uns diese Andacht feiern im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Psalm 63 (Meditation)

Wir leben davon, dass Gott uns mit den Augen der Liebe anblickt und wir uns deshalb selbst lieben können. Wir danken Gott, dass er nicht zuerst auf unsere Schwächen und Fehler sieht, sondern auf unsere Fähigkeiten und Stärken. Wir danken Gott, dass er uns viel anvertraut. Wir danken Gott, dass er die Möglichkeiten sieht, die noch in uns schlummern. Wir danken Gott, dass uns unsere Nächsten mit Augen der Liebe ansehen und wir uns deshalb selbst lieben können.

Gebet

Gott, du Schöpfer allen Lebens, du hast uns ins Leben gerufen und zu unverwechselbaren Menschen gemacht. Du hast dich von uns finden lassen, hast uns eingeladen, an deinem Reich mitzubauen, anderen zu helfen und zu erfreuen. Wir bitten dich, dass wir recht achten, was wir in dir gefunden haben. Schenke uns offene Augen, dein verborgenes Reich in dieser Welt zu finden. Dies bitten wir im Namen deines Sohnes Jesus Christus, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt in Ewigkeit. Amen.

Lied: Du meine Seele singe (EG 302)

Ansprache zu Mt 7,24-27

Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute.  Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.

Liebe Gemeinde, in Israel und Palästina kann man im Februar/März noch heute sehr eindrücklich erleben, worauf Jesus im Bild vom Hausbau anspielt: Wochenlange Trockenheit – und dann, aus heiterem Himmel, ein anhaltender Starkregen, der sich in den Wadis zu reißenden Flüssen vereinigt. Deren mächtige Strömung reißt unterschiedslos alles mit sich, was keinen Halt auf Felsengrund hat. – Ein eindrückliches Bild, das uns Jesus da vor Augen führt, eine klare, gut verständliche Sache. Wenn die Regengüsse und Sturzbäche kommen, braucht man ein gutes Fundament, sonst rutscht alles ab. Auf das Fundament kommt es an, weil es einen festen Halt gibt. So ein festes Fundament im Leben, das wäre ja schön. Jedoch wollen wir ja heute nicht über Baukunst, Architektur und statische Berechnungen nachdenken, sondern vielmehr über das, was Jesus uns am Ende seiner Bergpredigt vermitteln möchte. Gerade die Worte dieser Predigt haben es ganz schön in sich. Die Bergpredigt ist eine Herausforderung. Jesus ermutigt seine Predigthörer, sein Wort in die Tat umzusetzen. Sooft ich mich mit der Bergpredigt beschäftige, regt sich in mir durchaus der Wunsch, nach seinen Verhaltensmaßregeln zu leben: also barmherzig zu sein, Frieden zu stiften, mich nicht so sehr um mein Wohlergehen zu sorgen. Ich stimme Jesus in Gedanken fast jeder Einstellung zu, zu der er auffordert – und weiß doch, wenn ich ganz ehrlich bin, wie oft ich in der Praxis hinter seinen Aufforderungen zurückbleibe. Wie sehr Hören und Tun bei mir auseinanderklaffen. Ein Umstand, ja, schon fast ein Dilemma, das mir hin und wieder sehr zu schaffen macht. Wie gehe ich also mit diesen Worten um, die im Denken und Handeln zu meinem unzerstörbaren Lebensfundament werden sollen? Laufe ich da nicht Gefahr, bei deren Umsetzung mich selbst zu überfordern und sie irgendwann ad acta zu legen, weil ich an dieser Überforderung zu zerbrechen drohe? Das kann Jesus so nicht gemeint und gewollt haben. Also muss es noch einen Weg geben. Dabei kann ein Blickwechsel helfen – weg vom Errichten eines Fundamentes samt Hausbau, hin zu Jesus in seiner Gesamtheit. Ich verstehe das Reden und Handeln von Jesus insgesamt so, dass er damit das Reich Gottes den Menschen nahebringen wollte. Ein Reich, in dem die Liebe Gottes regiert und Gottes Gnade unübersehbar ist. Doch dieses Reich gibt es nicht einfach zu kaufen: Ein junger Mann betrat im Traum einen Laden. Hinter der Theke stand ein Engel. Hastig fragte er ihn: „Was verkaufen Sie, mein Herr?“ Der Engel antwortete freundlich: „Alles, was sie wollen.“ Der junge Mann begann aufzuzählen: „Dann hätte ich gern das Ende aller Kriege in der Welt, bessere Bedingungen für die Randgruppen der Gesellschaft, Beseitigung der Elendsviertel in Lateinamerika, Arbeit für die Arbeitslosen, mehr Gemeinschaft und Liebe in der Kirche, und ...“ Da fiel ihm der Engel ins Wort: „Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben mich falsch verstanden. Wir verkaufen keine Früchte, wir verkaufen nur den Samen.“ (Aus: Heinz Summerer, Geistliche Texte für Feste des Jahreskreises, Don Bosco Verlag. Seite 58.) Diese kleine Geschichte sagt uns, dass wir selbst tätig werden sollen, ja dürfen. Ganz gleich, ob wir nun ein Fundament errichten oder einen Paradiesgarten anlegen wollen – wir dürfen selbst tätig werden. Wir tun gut daran, uns von Orientierungen Jesu leiten zu lassen. Den Samen dazu können wir am Besten in unseren Familien und Gemeinden legen. Zwar existiert oft die Meinung, dass der Prophet im eigenen Land nichts gelten würde. Doch wie ist es mit dem Fundament in Jesu Sinn in unseren Gemeinden und Familien? Strahlen sie vielleicht deshalb zu oft zu wenig von der befreienden frohen Botschaft aus, weil zu viel Sand im Spiel ist? Sind es vielleicht gar wir selbst, die für die fortschreitende Erosion des Fundaments verantwortlich sind? Somit sollten wir den ersten Schritt wagen: die ehrliche und selbstkritische Erkenntnis darüber, in wie weit wir selbst uns noch auf einem festen christlichen Fundament befinden. Das „Kehren vor der eigenen Tür“ gehört zwar mit zu den schwersten Aufgaben, die es in unserer Welt zu meistern gilt, doch es lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Haben wir das geschafft, können wir auch daran gehen, ein neues Haus zu errichten. Ein Lied, das beschreibt, wie schön es sein kann, so ein lebendiges Haus zu bauen, stammt von Peter Jannsens: „Komm, bau ein Haus“. Darin heißt es: Komm, bau ein Haus, das uns beschützt, pflanz einen Baum, der Schatten wirft, und beschreibe den Himmel, der uns blüht, und beschreibe den Himmel, der uns blüht.

Ich wünsche von Herzen, dass es uns mit Gottes gütiger Hilfe gelingen möge, auf einem festen Fundament zu lebendigen Steinen im Hause Gottes zu werden. Amen.

Fürbittengebet

Gott, zu dem wir voller Vertrauen Vater sagen dürfen, wir danken dir für alles, was uns Tag für Tag am Leben erhält, für alle guten Gedanken und richtige Entscheidungen.

Doch wir bekennen auch, dass wir das von dir uns an Gut und Gaben geschenkte, nicht immer richtig nutzen. Zu oft setzen wir sie nur für uns selbst ein und vergessen dabei, dir zu danken. Wir bitten dich um Vergebung.

Genauso erbitten wir von dir auch die Kraft zur Veränderung. Hilf uns bei der Errichtung eines festen Fundamentes in Jesu Sinn, so dass wir zu einer Gemeinde werden, in der man nicht übereinander, sondern miteinander redet, in der man Hilfe gibt und empfängt.

Wir sind dankbar für Hilfe, die von Herzen gern geleistet wird und die beiden wohltut, dem Helfer und dem, der Hilfe empfängt.

Und mit den Worten Jesu beten wir weiter: Vater unser im Himmel, ...

Lied: Segne uns mit der Weite des Himmels (EG+ 39)

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich; er lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; er erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.

Bleiben Sie behütet und gesund. Es grüßt sie herzlichst, Ihre Diakonin/Prädikantin Sabine Klatt

 

 

  

Posaunenchor sucht musikalische Leitung

Der Posaunenchor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Fronhausen sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine neue musikalische Leitung!

In unserer etwa 30 Personen zählenden Bläserrunde, sind wir generationsübergreifend im Alter zwischen 13 und 82 Jahren aktiv. Neben der klassischen Posaunenchorliteratur sind wir auch offen für weitere Musikstile und freuen uns auch immer wieder, neue Ideen und musikalische Herausforderungen kennenzulernen. Regelmäßig im Verlauf des Kirchenjahres gestalten wir eigene Bläsergottesdienste zu unterschiedlichen Themen. Daneben versuchen wir im Jahresverlauf auch mindestens eine Konzertveranstaltung mit wechselnder Gestaltungsart umzusetzen. Die Jungbläserausbildung wird von einem engagierten Bläser begleitet.

Unser wöchentlicher Probentag fand bisher montags im Gemeindehaus statt.

Pandemiebedingt ist aktuell unsere Chortätigkeit sehr stark eingeschränkt und kaum möglich.

Wir freuen uns über Kontaktaufnahme unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!

 

WALK&TALK: Spazierengehen mit Ihrer Pfarrerin

Ab dem 1.3.2021 startet in unseren Gemeinden Fronhausen und Hassenhausen ein neues Projekt! Weil es wegen "Corona" so wenig Kontaktmöglichkeiten gibt, und immer noch kaum Veranstaltungen der Kirchengemeinde stattfinden können, gibt es jeden Mittwoch von 15-16h die Möglichkeit zu einem Spaziergang mit Pfarrerin Anna Scholz. Wir ziehen uns wetterfest an und gehen zusammen zu Ihren Lieblingsorten und reden über Gott und die Welt, oder was Sie beschäftigt und bewegt.

Melden Sie sich gern telefonisch unter 064218408113 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an! Ich freue mich, Sie und die Gemeinde auf diese Weise besser kennenzulernen!


 

Küster*- und Hausmeisterstelle* neu zu besetzen

In unserer Kirchengemeinde ist sowohl die Küster*stelle als auch die Hausmeister*stelle für die Pflege der Außenanlagen an der Kirche und am Gemeindehaus, neu zu besetzen.

Die Hausmeister*stelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt und die Küster*stelle zum 01.06.2021.

Die Hausmeister*stelle hat einen Umfang von 3,5 Wochenstunden (2 Std. Außenanlage Kirche und 1,5 Std. Gemeindehaus), die im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung tariflich vergütet werden.

Die Küster*stelle hat einen Umfang von 4 Wochenstunden und wird ebenfalls im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung tariflich vergütet.

Die Küster*-Aufgaben umfassen insbesondere die Vor- und Nachbereitung der Kirche für die sonntäglichen Gottesdienst, von Trau- und Trauergottesdiensten sowie die regelmäßige Innenreinigung der Kirche. Hinzu kommen gelegentliche besondere Veranstaltungen, wie Konzerte, die in der Kirche stattfinden und die Abrechnung der Kollekten.

Die Vertretung für Urlaub und Krankheitstage ist gewährleistet.

Diese beiden Stellen können auch gerne mit einer Person besetzt werden.

Interessent*innen wenden sich bitte an Pfarrerin Scholz, Tel.: 06421/8408113 oder an Helmut Giebeler, Tel., 0151/41623962.

Der Kirchenvorstand

 

 

 

Offene Kirche

Unsere Kirche hat in der Sommerzeit täglich von etwa 10-18 Uhr geöffnet. Seien Sie herzlich willkommen in unserem Kirchenraum! Besuchende finden dort vielleicht Ruhe und Entspannung, einen wohltuenden Abstand zum Alltag. Sie können dort auch unseren Kirchenführer erwerben. Herzlich Willkommen!

Die Kirche ist bis auf Weiteres von ca. 10 Uhr bis ca. 18 Uhr geöffnet. Andachten können dort mitgenommen werden .